Notrufnummer 112

EU Notrufnummer 112

Allgemeine Notrufnummer: 112

Nach einem Unfall sind die Rettungskräfte meist nicht sofort vor Ort – sie müssen erst alarmiert werde. EU-weit ist das bereits seit 2008 über die allgemeine Notrufnummer 112 möglich. Über alle Funk- und Mobilfunknetze sowie über den Funk von Taxen und Linienbussen kann der Notruf erreicht werden.

Wann sollte die 112 angerufen werden?

  • Wenn ein Krankenwagen oder die Feuerwehr gebraucht wird. Zum Beispiel nach einem schweren Verkehrsunfall oder wenn ein Gebäude brennt.
  • Rufen Sie die 112 nicht für Verkehrsmeldungen, Wetterberichte, allgemeine Informationen oder Fragen an.
  • Scherzanrufe können jedoch die Reaktion auf echte Notfälle verzögern. Wegen der hohen Zahl von falschen Notrufen haben zahlreiche Länder (u.a. auch Deutschland) beschlossen, die 112 für Anrufe von Mobiltelefonen ohne SIM-Karte zu sperren.

Was geschieht beim Anrufen der 112?

  • Eine speziell ausgebildete Person beantwortet den Anruf. Je nach Land kümmert sie sich unmittelbar um den Notruf oder leitet ihn an den entsprechenden Notfalldienst weiter.
  • Immer mehr Beschäftigte eines Notfalldienstes können solche Anrufe in mehreren Sprachen beantworten; dies ist besonders für Reisende wichtig, die die 112 im Ausland anrufen.
  • Anrufer müssen sich mit ihrem Namen, ihrer Adresse und ihrer Telefonnummer identifizieren, damit derselbe Notfall nicht doppelt gemeldet wird.

Welche Fragen sollten bei einem Notruf beantwortet werden?

Wo ist es geschehen? (Ortsangabe)
Was ist geschehen? (z.B. Verkehrsunfall, Sturz im Haushalt, Vergiftung, Feuer)
Wie viele Verletzte? (Anzahl der verletzten Personen)
Welche Verletzungen? (Was können Sie erkennen? Person eingeklemmt?)
Warten auf Rückfragen!

Nach dem Notruf muss die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oder der Feuerwehr überbrückt werden. In dieser Zeit ist es wichtig:

  1. die Unfallstelle abzusichern,
  2. ggf. lebensrettende Sofortmaßnahmen (Erste Hilfe) durchzuführen,
  3. darauf zu achten, dass Rettungskräfte den Unfallort schnell finden und evtl. eingewiesen werden, wenn beispielsweise die Hausnummern schwer erkennbar sind.

Dokumentensicherung

In jedem Haushalt befinden sich zahlreiche wichtige Dokumente. Wenn die einmal weggekommen sind, dann ist es meist sehr aufwändig die wieder zu beschaffen – wenn es überhaupt möglich ist. Deswegen ist es wichtig solche Dokumente ausreichend zu sichern. Kopien (müssen zum Teil beglaubigt sein!) folgender Dokumente können Beispielsweise bei Freunden, Verwandten, Anwälten oder Banken aufbewahrt werden:

  • Familienurkunden (Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunden, ggf. Stammbuch)
  • Renten-, Pensions- und Einkommensbescheinigungen
  • Sparbücher, Aktien, Fahrzeugbriefe u.ä.
  • Zahlungsbelege für Versicherungsprämien u.ä.
  • Versicherungspolicen
  • Zeugnisse, Verträge, Grundbuchauszüge, Testamente u.ä.
  • Patientenverfügung, Vollmacht

Zu Hause sollten diese Dokumente (oder deren Kopien) in einer Dokumentenmappe aufbewahrt werden. Jedem Familienmitglied sollte außerdem der Aufbewahrungsort bekannt sein, damit jeder sie im Notfall schnell mitnehmen kann. Eine fotografische Dokumentation des Hausrates kann die Arbeit mit der Versicherung nach einem Schadensfall erleichtern.

Notgepäck

Das Notgepäck wird nötig, wenn schnell das Haus verlassen werden muss. Das kann aufgrund eines Brandes im Nachbarhaus oder einer offenen Gasleitung sein. Auch sich anbahnende Katastrophen wie ein Hochwasser sind Grund für weitflächige Evakuierungen.

Am besten eignet sich ein Rucksack, der jedoch nur so schwer ist, dass man ihn auch ohne fremde Hilfe eine längere Zeit über tragen kann. Im Rucksack sollten sich befinden:

  • Erste-Hilfe Material, persönliche Medikamente
  • wichtige persönliche Dokumente (wasserdicht verpackt)
  • Nahrungsmittel für 2 Tage
  • Wasserflasche, Essgeschirr und -besteck, Dosenöffner
  • Taschenlampe mit Ersatzbatterien
  • Schlafsack oder Decke
  • Kleidung und Hygieneartikel
  • UKW und Mittelwelle Radio mit Ersatzbatterien

Die Kleidung sollte strapazierfähig und wetterfest sein und die Schuhe sollten einen hohen Schaft und möglichst dicke Sohlen haben.

Kinder sollten einen Halsbeutel oder eine SOS-Kapsel (erhältlich in Apotheken und Drogerien) besitzen, in dem der Name des Kindes sowie die Anschrift der Eltern notiert sind.

Lebensmittel

Viele Lebensmittel werden "Just-in-time" in Supermärkten angeliefert und dort verkauft. Das heißt, es gibt kaum Lager in denen Lebensmittel für einen bestimmten Zeitraum liegen. Diese Art der Verteilung ist sehr störanfällig. Bereits vereiste Strassen könnten kleinere Ortschaften so von der Versorgung abschneiden.

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte sich jeder Haushalt einen Vorrat an Essen und Trinken für ein bis zwei Wochen anlegen. Gerade der Vorrat an Getränken ist wichtig! Darüber hinaus sollte man auch darauf achten die Lebensmittel ungekühlt lagern zu können – das spart nicht nur Energiekosten, das Essen hält auch bei Stromausfällen.

Hier noch einige Tipps zur Vorratshaltung:

  • Möglichst nur Essen und Trinken einlagern, dass auch den üblichen Essgewohnheiten der Familie entspricht.
  • Vorwiegend Essen welches lange haltbar ist bevorraten.
  • Das Essen sollte kühl, trocken und lichtgeschützt, ggf. luftdicht aufbewahrt werden.
  • Nachgekaufte Lebensmittel nach hinten stellen und ältere Lebensmittel zuerst aufbrauchen.

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