Realistische Unfalldarstellung

Bereits im Zweiten Weltkrieg machten britische Streitkräfte erste Erfahrungen mit dem Einsatz von Berufsschauspielern um die Versorgung von Verwundeten zu üben. Damit wurde der Grundstein für die ‚Realistische Unfalldarstellung' gelegt.
Erste Unterlagen und Hilfsmittel dafür waren ab 1944 in Großbritannien, Dänemark und der Schweiz erhältlich, dennoch wurde bis etwa 1950 in Deutschland noch mit der so genannte "Verletztenkarten" gearbeitet, bei der die Verletzung oder die Erkrankung dem Schauspieler bzw. der Mime um den Hals hing. Seit 1951 wurden zunehmend "Moulagen" (künstlich hergestellte Wunden als Ganzes) verwendet um die unterschiedlichsten Verletzungen, angefangen von Verbrühungen und Schürfwunden, bis zu Hämatomen und Frakturen, darzustellen.

Die RUD ist ein elementarer Bestandteil einer effektiven und realitätsnahen Aus- und Fortbildung unserer ehrenamtlichen Einsatzkräfte!

Zu unser wichtigstes Tätigkeitsfeldern gehören:

Verbrühung am Unterarm mit Blasenbildung

Eine geschminke Verbrühung am Unterarm mit Blasenbildung.

  • Mitwirkung in Sanitätslehrgängen und Übungen - Die DRK-Helfer/-innen werden mit Hilfe der RUD sukzessive an unterschiedliche Notfallsituationen herangeführt.
  • Wettbewerbe - Bei Wettbewerben können die Leistungen der Gruppen nur dann annähernd bewertet werden, wenn die Darstellung der Notfallsituation den realen Bedingungen entspricht.
  • Öffentlichkeitsarbeit - Bei Schauübungen, Foto-Terminen oder mit Kinderschminken wird das Interesse der Bevölkerung an der RUD geweckt.

Bei der Realistischen Unfalldarstellung (RUD) geht es darum, Notfallgeschehen möglichst wirklichkeitsgetreu wiederzugeben. Dazu zählt sowohl die schauspielerische Darstellung als auch das realistische Schminken von Verletzungen.

Unsere Mimen/Darstellen treffen wir meist erst bei den Übungen und Ausbildungen – die Verletztendarsteller müssen sich so verhalten, wie es die gespielte Verletzung vorgibt. Zusätzlich kommt es vor allem auf das situationsgerechte Verhalten an, d.h. die Mimen müssen ihre Reaktionen auch auf die Maßnahmen der Helfer anpassen.
Unsere Schminker treffen sich regelmäßig um neue Schminktechniken zu lernen oder zu festigen, damit geschminkte Wunden auf den ersten Blick nicht als solche erkannt werden.

Du willst mitmachen?

offene Unterschenkelfraktur

Eine geschminkte, offene Unterschenkelfraktur.

Grundvoraussetzung für die Mitarbeit in der RUD ist eine sichere Beherrschung der Ersten Hilfe, dafür können bei uns aber auch verschiede Kurse besucht werden um diese zu erhalten.
Während unserer Treffen lernen alle erst einmal die grundlegenden Dinge wie das Schminken und Darstellen einfacher Verletzungen. Bei weitergehendem Interesse an dieser Arbeit ist der nächste Schritt der Besuch eines RUD-Grundlehrganges, den wir auch bei uns durchführen können. Die Voraussetzung hierfür ist ein abgeschlossener EH-Lehrgang, das Mindestalter beträgt 14 Jahre.
Darauf Aufbauend gibt es dann auch Aufbaulehrgänge oder sogar die Möglichkeit selbst Ausbilder zu werden.

Werde ein HELD!